„Wir agieren oft am Limit“

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Corinna und Marek Lomnitz gehören mit ihrem kranken Kind Tim und dem gesunden Sohn Lars zu den Gästen der Familienherberge

„Wir genießen die Zeit“, sagt Corinna Lomnitz. Ihr Mann Marek ergänzt: „So viel Entspannung hatten wir noch nie.“ Das Paar aus Ulm gehört zu den ersten Gästen der Familienherberge Lebensweg. Im Gespräch mit unserer Zeitung berichten Corinna und Marek Lomnitz nicht nur, was es heißt, ein schwer krankes Kind zu haben. Sie lenken den Blick auch auf ihren gesunden Sohn Lars und seine Rolle in der Familie.

„Wir agieren oft am Limit“

Auszeit vom Alltag: Corinna und Marek Lomnitz genießen mit ihren Kindern Tim (9) und Lars (6) die Zeit in Schützingen.Foto: Goertz

Illingen-Schützingen. Eigentlich ist Tim (9) der „große“ Bruder von Lars (6). Allerdings leidet Tim an infantiler Zerebralparese, einer Gehirnlähmung, die in seinem Fall auch noch mit Autismus und Epilepsie einhergeht. „Er ist wie ein großes Kleinkind“, sagt Corinna Lomnitz. Und so müsse die Familie einen Dauerspagat hinlegen – sich um den kranken Tim kümmern, ohne die Bedürfnisse von Lars zu vernachlässigen. „Geschwisterkinder von besonderen Kindern wie Tim sind auch besonders“, erklärt Marek Lomnitz. „Lars musste bisher viel zurückstecken – das prägt ihn auch.“ Deshalb sei es normal, dass er jetzt in seinem Alter nach Aufmerksamkeit suche.

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