Raupen lassen oft kein Blatt übrig
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Landschaftserhaltungsverbands-Chef klärt über merkwürdige Insekten rund um die Burg auf
Mühlacker/Enzkreis. Wer in den vergangenen Wochen rund um die Burg Löffelstelz in Mühlacker spazieren gegangen ist, dem dürften an einigen Stellen am Wegesrand eingesponnene Bäume und Sträucher aufgefallen sein. Verantwortlich dafür ist die Pflaumen-Gespinstmotte, auch Schlehen-Gespinstmotte genannt, wie Thomas Köberle, Leiter des Landschaftserhaltungsverbands Enzkreis, aufklärt. Sie webe sich gemeinsam mit ihren Artgenossen in ein Gespinst an Rosengewächsen, Kirschen- und Pflaumenbäumen sowie Pfaffenhütchen ein und fresse darunter die Blätter ab. „Mit dem Gespinst tarnt sie sich und schützt sich so vor ihren Fressfeinden, zu denen Vögel und andere Insekten gehören.“ Am Ende sei am Strauch meist kein einziges Blatt mehr übrig, was aber kein Problem sei. „Wenn sich die Raupen zu Schmetterlingen entpuppen, verlassen sie die Pflanzen wieder, und die Blätter wachsen nach etwa zwei Wochen nach.“ Der Schmetterling ernähre sich später von Blütennektar und stelle eine wichtige Nahrungsquelle für Vögel dar.
Am Rande eines Spazierwegs in der Nähe der Burg Löffelstelz sind Sträucher und Bäume derzeit von der Raupe der Pflaumen-Gespinstmotte eingesponnen. Foto: Recken
Was die Gefahr für Menschen betrifft, kann Köberle im Hinblick auf diese Raupenart, deren Wachstum durch den relativ warmen April begünstigt gewesen sei, Entwarnung geben: „Es sind völlig harmlose Geschöpfe.“ Nichtsdestotrotz träten sie durch das milder werdende Klima in der Region immer häufiger in Erscheinung.
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