Illingen zeigt Mühlacker die kalte Schulter
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Nach einer denkwürdig knappen Abstimmung sind die Pläne für ein interkommunales Gewerbegebiet geplatzt
Mit einem Paukenschlag ist am Mittwochabend die Illinger Gemeinderatssitzung zu Ende gegangen. Bei einer Kampfabstimmung fand sich keine Mehrheit dafür, weitere ergebnisoffene Gespräche mit der Stadt Mühlacker über ein gemeinsames interkommunales Gewerbegebiet zu führen.
Nach dem Illinger Ratsvotum am Mittwochabend ist dieser Weg erst einmal vom Tisch. Die Stadt Mühlacker und die Gemeinde Illingen denken seit langem intensiv über ein interkommunales Gewerbegebiet nach. Das Thema brennt besonders Mühlacker auf den Nägeln, denn die Stadt hat keine freien Gewerbeflächen mehr. Das Gebiet Waldäcker (Foto) ist inzwischen voll belegt. Foto: Goertz
Illingen/Mühlacker. „Damit findet der Antrag nicht die erforderliche Mehrheit“, stellte Bürgermeister Harald Eiberger konsterniert fest. Die Entscheidung hätte nicht knapper ausfallen können: Sieben Ratsmitglieder und der Bürgermeister votierten dafür, weitere Gespräche mit Mühlacker zu führen, acht dagegen. Dieses Acht-zu-Acht-Remis bedeutet: Alle Gedankenspiele zu einem interkommunalen Gewerbegebiet sind vom Tisch. Um weiter verhandeln zu können, hätten die Befürworter eine Mehrheit von mindestens einer Stimme benötigt. Das Unentschieden ist für sie eine Niederlage. Dieses Votum war sicher nicht im Sinne des Erfinders. Ursprünglich wollte Illingens Bürgermeister Harald Eiberger von den Fraktionen doch nur wissen, welche Vorstellungen sie zu den Rahmenbedingungen für ein interkommunales Gewerbegebiet haben.
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