Gemeinderat nimmt sich Wind aus den Segeln

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Keine Stellungnahme zum Teilregionalplan möglich – Patt-Situation nach der Ablehnung von zwei Anträgen

Mühlacker. Die Stadt Mühlacker kann vorerst keine Stellungnahme an den Regionalverband Nordschwarzwald zum Teilregionalplan Windenergie abgeben. Grund: Der Gemeinderat hat sich mit den Ergebnissen zweier Abstimmungen sozusagen selbst den sprichwörtlichen Wind aus den Segeln genommen. Dessen ungeachtet wird die Verwaltung bei der Landesregierung auf einen Abstand von 1000 statt von nur 700 Metern zur Bebauung drängen.

Gemeinderat nimmt sich Wind aus den Segeln

Streitpunkt: die Standortwahl für Windräder.[[br]]Archivfoto: © Tim Siegert-batcam – Fotolia.com

Gegenstand der Diskussion war das für die Nutzung von Windenergie geplante, rund 22 Hektar große Vorranggebiet zwischen Lomersheim und Großglattbach. Die Stadtverwaltung hatte dem Gemeinderat als Formulierung für die Stellungnahme vorgeschlagen, „keine grundsätzlichen Einwendungen“ gegen den vorgesehenen Bereich vorzubringen, gleichzeitig jedoch auf verschiedene Konfliktpotenziale hinzuweisen. Da wären zum einen die Lage in einem FFH-Gebiet, das Vorkommen des Rotmilans und die Inanspruchnahme von Waldflächen und zum anderen ein zu geringer Abstand zur Wohnbebauung, negative Konsequenzen für den Segelflugsport und eine relativ geringe Windhöffigkeit. Würde im angedachten Areal eine Windkraftanlage gebaut, müssten die Segelflieger „näher an Pinache oder andere Siedlungen“ heranfliegen, so Oberbürgermeister Frank Schneider, was zu Problemen mit der Wohnnutzung führen könnte.

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