Gefängnis als letzte Chance
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Autodieb mit schweren Persönlichkeitsstörungen soll Kollisionskurs mit dem Gesetz stoppen
Pforzheim/Enzkreis. Für den 24-Jährigen, der sich in Kieselbronn zwischen Februar und Oktober 2016 reihenweise Autos für Spritztouren ohne Führerschein und ohne Wissen der Eigentümer „borgte“ und diese häufig demoliert wieder in deren Garagen stellte, könnte der Ausgang der Berufungsverhandlung zum heilsamen Schock werden. Auf Rat von Richterin Diana Schick zog der Mann seine Berufung zurück: Das Urteil vom Amtsgericht Pforzheim vom November 2017 über zweieinhalb Jahre Haft bleibt damit bestehen und sichert dem Autoliebhaber die Chance auf eine schnelle und bezahlbare Therapie.
Am ersten Verhandlungstag vor der Kleinen Auswärtigen Strafkammer des Landgerichtes Karlsruhe in Pforzheim redete der Angeklagte von einem Therapieplatz in einer Stuttgarter Klinik, für den er bereits eine feste Zusage habe und die ihn in wenigen Wochen aufnehme. Dass der Angeklagte sich plötzlich, wenige Tage vor seiner Berufsverhandlung, behandlungswillig zeigte, warf bei Richterin Diana Schick allerdings Fragen auf. Die rosaroten Angaben des Angeklagten entpuppten sich beim gestrigen Fortsetzungstermin dann auch schnell als Luftschloss.
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