Erste Hexentaufe zieht Ötisheim in ihren Bann
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Fastnachtsverein nimmt neue Anwärter auf – Schaurig-schönes Ritual verlangt den Kandidaten einiges ab
Ötisheim. Spätestens nach der ersten offiziellen „Hexentaufe“ der „Ötisheimer Strohhexen“ hat sich der Fasnachtsverein nach schwäbisch-alemannischer Tradition endgültig als Teil des kulturellen Lebens in der Gemeinde etabliert.
Aufnahmeritual bestanden: die neuen Strohhexen samt Krampus. Foto: Gonzalez
Schon von der Ortsdurchfahrt aus zog an diesem Abend der in den Vereinsfarben grün beleuchtete Ötisheimer Ortskern die Blicke auf sich, und etliche Zaungäste aus dem Ort verfolgten die Zeremonie, die mit musikalischer Unterhaltung und Barbetrieb verbunden war. Weitere Faschingsfreunde- und -vereine aus der Region waren auch dem Ruf der „Strohhexen“ gefolgt, die sich mit einem dreifachen „Stroh-Hex!“ Gehör verschaffen. Dass sich der Ruf im Ort rasch etabliert habe, stellte Bürgermeister Werner Henle im Grußwort fest. Für ihn und die Gemeinde sei ein solcher Verein ein Novum, er habe sich daher vor der Veranstaltung am Freitag im Internet über das Ritual der Hexentaufe informiert. „Vor einigen Jahrhunderten wurden Hexen verbrannt, heute werden sie getauft. So ändern sich die Zeiten“, scherzte der Rathauschef, der seine Ansprache mit dem Strohhexen-Ruf schloss, in den die Menge lautstark einstimmte.
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