„Darf keine zweite Elbphilharmonie werden“

Maulbronn

Der Umbau des „Voba-Gebäudes“ in ein Wohn- und Geschäftshaus mit zeitgemäßem Gemeinderatssaal, der auch von Schulen genutzt werden könnte, verursacht schon jetzt erhebliche Mehrkosten in Höhe von rund 411000 Euro. Der Gemeinderat kann damit jedoch leben.

Weil drinnen alles anders wird, muss der Geldautomat während der Bauzeit in einen Container draußen vor der Tür. Foto: Fotomoment

Weil drinnen alles anders wird, muss der Geldautomat während der Bauzeit in einen Container draußen vor der Tür. Foto: Fotomoment

Maulbronn. Droht in Maulbronn beim Umbau des „Voba-Gebäudes“ an der Frankfurter Straße finanziell eine Art Stuttgart-21-Desaster oder ein Debakel à la Elbphilharmonie – freilich in viel kleinerem Maßstab? Diese Kommentare ließen zumindest zwei Ratsmitglieder – mehr als scherzhafte Mahnung denn als bierernst gemeinte Statements – zur Kostensteigerung fallen. Keinesfalls soll das passieren, machte Bürgermeister Aaron Treut klar. Die Mitglieder des Gemeinderats sollten genau deshalb Mitte der Woche aus erster Hand erfahren, warum der Umbau des Volksbank-Gebäudes, das die Stadt von der Bank erworben hatte, mit rund 411000 Euro schon jetzt deutlich teurer wird als geplant, wobei das Projekt noch nicht einmal auf der Zielgeraden ist. Manche Ratsmitglieder befürchten deshalb, dass die ambitionierte Maßnahme bis zu ihrem Abschluss völlig aus dem Ruder laufen könnte. Zur Erinnerung: Die Umbaukosten belaufen sich laut Kämmerin Maike Schäfer mittlerweile auf 3,5 Millionen Euro. „Da das Projekt im Sanierungsgebiet liegt, erhalten wir eine Förderung von 36 Prozent“, teilt sie auf Nachfrage mit.

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