Verblüht
Kommentar
Das Mühlehof-Loch bleibt Mühlacker noch für weitere Jahre erhalten.
„Hätten wir es gewusst, was das alles kostet, hätten wir vor 40 Jahren die Finger davon gelassen.“ Bei Rolf Leo, Fraktionschef der Freien Wähler und eines der Urgesteine im Mühlacker Gemeinderat, klang ein Hauch Selbstkritik durch. Die „neue“ Mühlacker Stadtmitte mit ihrer überdimensionierten Tiefgarage und einem Gebäudekomplex für Kultur und Kommerz, die vor vier Jahrzehnten als Quantensprung der Stadtentwicklung gefeiert wurde, erweist sich heute als unbezahlbare Altlast. Was bleibt, ist – auf weitere Jahre hinaus – eine offene Wunde in Form des Mühlehof-Lochs mitten im Zentrum. Die Tatsache, dass die Brache, wie der OB nicht ohne Galgenhumor feststellte, in den sozialen Medien bereits eine Art Kultstatus erlangt hat, ist ein schwacher Trost.
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