Neubau wuchs 2022 leicht - Baubranche warnt vor Einbruch

Wirtschaft

Der Bedarf an Wohnungen in Deutschland ist groß. Doch die Bundesregierung hat ihr Ziel für den Neubau erneut verfehlt - trotz eines überraschenden Anstiegs 2022. Wie sind die Aussichten für dieses Jahr?

Ein Dachdecker arbeitet auf einem Einfamilienhaus. Das eigene Häuschen bleibt für viele Menschen vorerst ein Traum.

Ein Dachdecker arbeitet auf einem Einfamilienhaus. Das eigene Häuschen bleibt für viele Menschen vorerst ein Traum.

(Foto: Jan Woitas/dpa)

Wiesbaden - Beim Wohnungsmangel in Deutschland ist vorerst keine Besserung in Sicht: Das ursprüngliche Ziel der Bundesregierung von jährlich 400.000 neuen Wohnungen bleibt trotz eines leichten Anstiegs klar außer Reichweite. 2022 wurden ungeachtet hoher Baupreise, knapper Materialien und gestiegener Zinsen 295.300 Wohnungen fertiggestellt - 0,6 Prozent mehr als 2021, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag in Wiesbaden mitteilte. Ökonomen warnen vor trüben Aussichten am Neubau und sozialen Folgen - denn auch wegen der Zuwanderung von Kriegsflüchtlingen aus der Ukraine bleibt der Wohnungsbedarf groß.

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