Kampf um Kunden und ein Rollatorweg

Wiernsheim

Wiernsheim (fg). In Wurmberg will der REWE-Markt eine zusammenhängende Verkaufsfläche mit Lebensmittelvollsortiment und Getränkemarkt schaffen. In Friolzheim will Aldi seine Verkaufsfläche von 800 auf 1000 Quadratmetern erweitern. In beiden Fällen muss der Bebauungsplan geändert werden. Dabei wird auch die Gemeinde Wiernsheim jeweils um eine Stellungnahme gebeten. „Wir haben uns noch nie gegenseitig die Augen ausgekratzt“, beschreibt Bürgermeister Karlheinz Oehler das Verhältnis auf der Platte. Allerdings gab er jetzt im Gemeinderat zu bedenken, dass „unsere Nachbarn kräftig aufrüsten“. Und damit war er schon beim Thema „Einzelhandelsstandort Seite“, das in Wiernsheim kontrovers diskutiert wurde. „Wir müssen jetzt vorankommen“, appellierte Oehler an die Gemeinderäte. „Sonst können wir einen Rollatorweg nach Wurmberg bauen, damit unsere Senioren einkaufen gehen können.“ Nur mit dem Standort Seite könne die Grundversorgung in der Gemeinde gesichert werden, hatte der Bürgermeister in der Vergangenheit immer wieder betont. Wobei das Projekt eigentlich gar nicht mehr zur Disposition stehen dürfte. Ende Juli hat der Gemeinderat – gegen die Stimmen der Liste Land – grünes Licht zum Entwurf eines für die Investitionen nötigen Bebauungsplans und den örtlichen Bauvorschriften gegeben. In der nächsten Sitzung sollen die Satzungen verabschiedet werden.

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