„Der Haushalt ist eine Vollkatastrophe“

Wiernsheim

Bei zwei Gegenstimmen votiert die Mehrheit des Wiernsheimer Gemeinderats für den geplanten Etat 2023, bei dem eine Kreditaufnahme, jedoch keine Steuererhöhungen vorgesehen sind. Grundstücksverkäufe in Gewerbegebieten werden im Gremium ausgiebig debattiert.

Der Etat der Gemeinde Wiernsheim ist angespannt, das sorgt im Gemeinderat auch für Kritik an der Verwaltung. Foto: Deeg

Der Etat der Gemeinde Wiernsheim ist angespannt, das sorgt im Gemeinderat auch für Kritik an der Verwaltung. Foto: Deeg

Wiernsheim. „Die Personalausgaben steigen weiterhin ungebremst“, hatte Matthias Enz schon bei seiner Haushaltsvorstellung als Wiernsheimer Kämmerer im Jahr 2015 betont. Damals lag dieser Kostenfaktor noch bei 3,48 Millionen Euro. Im Haushalt, den er nun als Bürgermeister verantwortet und der am Mittwochabend von Kämmerer Florian Wessinger vorgestellt worden ist, belaufen sich die Personalkosten für das Jahr 2023 auf 6,09 Millionen Euro. Das sind noch einmal rund eine Million Euro mehr als im Vorjahr. Inzwischen machen die Personalkosten rund 31 Prozent des gesamten Etats aus. Das liege, so die Rathausspitze, im Wesentlichen an weiter gestiegenen Tariflöhnen sowie Neueinstellungen, „damit wir unsere Aufgaben überhaupt bewältigen können“. Insgesamt belaufen sich die Aufwendungen im Etat auf 19,5 Millionen Euro. Darunter fällt unter anderem auch die Kreisumlage in einer Höhe von 2,9 Millionen Euro. Unterm Strich steht ein Finanzierungsbedarf von 1,9 Millionen Euro, der unter anderem mit einer Darlehensaufnahme von 750000 Euro gedeckt werden soll.

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