Der Salat wächst, das Vertrauen ebenso
Sternenfels
Die Solidarische Landwirtschaft, kurz: „SoLaWi Diefenbach“, hat Zulauf. Mittlerweile kommen mehr als 100 Menschen in den Genuss der am Ortsrand in Richtung Sternenfels angebauten Lebensmitteln. Jedes Mitglied leistet seinen Beitrag – finanziell und in Form von Arbeitskraft.
Vorstandsmitglied Vera Wagner und Gärtner Jakob Sehmsdorf freuen sich über eine Ernte, die trotz des heißen Sommers unter dem Strich gut ausgefallen ist. Fotos: Becker
Sternenfels-Diefenbach. Es regnet die sprichwörtlichen Hunde und Katzen. Tierisch gutes Wetter für die ausgetrocknete Natur – und für all jene, die sich von ihren Früchten ernähren. „Für uns ist das prima“, sagt Jakob Sehmsdorf an diesem grauen Donnerstagvormittag. Nach einem Sommer der Extreme kann Niederschlag nicht schaden, auch wenn die „SoLaWi Diefenbach“ seit einiger Zeit an die Wasserversorgung angeschlossen ist und all das, was in den beiden Folientunneln und auf den Feldern dahinter wächst, nicht mehr aus Fässern und Gießkannen am Leben erhalten werden muss. Nur ein Fortschritt von vielen sei dies, sagt der Gärtner, der eine 50-Prozent-Stelle bekleidet und der einzige Angestellte des Trägervereins ist. Die Gemeinschaft, die seit 2015 den „Gießbachacker“ zwischen Sternenfels und Diefenbach bewirtschaftet, sei gewachsen, sie zähle inzwischen 40 Ernteanteile beziehungsweise 64 Mitglieder. Dahinter stünden viele Familien, so dass mehr als 100 Menschen mit Gemüse versorgt würden. „Zu Beginn kannten sich alle untereinander, das ist jetzt nicht mehr der Fall. Aber die Vorteile überwiegen, sowohl die Arbeit als auch das Ernten verteilen sich besser“, schildert Sehmsdorf den Wandel.
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