Rollentausch im türkischen Wahlkampf
Politik
Präsident Recep Tayyip Erdogan gibt sich vor dem zweiten Wahlgang staatsmännisch und stellt den Herausforderer Kemal Kilicdaroglu als Spalter hin.
Seit 2014 ist Recep Tayyip Erdogan türkischer Präsident.
(Foto: AFP/OZAN KOSE)
Recep Tayyip Erdogan zeigt sich großherzig. Unter seiner Regierung könne jeder nach seiner Fasson glücklich werden, sagt der 69-jährige vor der Stichwahl um das Präsidentenamt am kommenden Sonntag. Wenn er die Wahl gewinne, „wird niemand verlieren“, verspricht er. Oppositionskandidat Kemal Kilicdaroglu aber habe nach der Niederlage im ersten Wahlgang „seine Maske fallen lassen“: Mit ausländerfeindlichen Parolen zeige sein Herausforderer nun sein wahres Gesicht. Vor der Stichwahl dreht Erdogan den Spieß um, tritt als versöhnlicher Landesvater auf und weist Kilicdaroglu die Rolle des Spalters zu.
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