Özdemir über Solinger Anschlag: Vater prüfte Feuerlöscher
Politik
Seine Eltern erwägten, sich eine Strickleiter zuzulegen. Der Vater guckte immer wieder, ob der Feuerlöscher noch funktionierte: Cem Özdemir über den rassistischen Brandanschlag von Solingen vor 30 Jahren.
"Meine Eltern wollten danach, dass ich mich öffentlich zurückhalte, damit ich nicht selber zur Zielscheibe werde": Cem Özdemir über den Brandanschlag von Solingen.
(Foto: Fabian Sommer/dpa)
Osnabrück (dpa) - Der Brandanschlag von Solingen vor 30 Jahren mit fünf Toten ist nach der Schilderung von Bundesagrarminister Cem Özdemir (Grüne) ein tiefer Einschnitt im Zusammenleben gewesen und hat auch seine eigene Familie zutiefst verunsichert. "Es war eine große Zäsur, weil das nicht der erste schreckliche Anlass dieser Art war. Davor hatte es schon eine Menge rechtsradikaler Anschläge gegeben, etwa in Hoyerswerda, Lichtenhagen, Mölln und schließlich in Solingen", sagte Özdemir der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (Donnerstag) in einem Interview auf die Frage, inwieweit der Brandanschlag in Solingen die türkische Gemeinschaft in Deutschland verändert hat.
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