Verwandtschaft bevölkert den Gerichtssaal

Pforzheim

Angeklagte Brüder nutzen die
Verhandlung für familiäre Kontakte.

Pforzheim. Vor der Außenkammer des Landgerichts Karlsruhe in Pforzheim sieht sich seit Ende August ein Brüderpaar mit dem Vorwurf der Geiselnahme, des versuchten Schwangerschaftsabbruchs und der Körperverletzung konfrontiert. Insgesamt zwölf Verhandlungstage hat das Schöffengericht unter der Leitung von Stefan Bien vor den Ende Januar erwarteten Urteilsspruch gesetzt. Staatsanwältin Nadja Becker beschuldigt die beiden, sie hätten am 14. Januar 2022 in Eutingen eine 20-jährige Pforzheimerin zunächst beleidigt und ihr dann gewaltsam Tabletten eingeflößt. Mit denen sollte eine unerwünschte Schwangerschaft beendet werden. Durch die Schwangerschaft sahen die Brüder laut Anklage die Familienehre befleckt. Seit dem Vorfall sitzen die beiden in Untersuchungshaft.

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