Opfer kämpft nicht um Konsole

Pforzheim

Hintergründe eines brutalen Raubs stellen sich vor Gericht ein wenig anders dar. Opfer räumt vor Beginn der Verhandlung ein, dass es den Tätern nicht um den Verkauf eines Spielgeräts, sondern um Drogen ging.

Pforzheim. Einen brutalen Überfall wirft Staatsanwältin Nadja Becker in einem Prozess der auswärtigen Kammer des Landgerichts drei jungen Pforzheimern vor. Am 9. Juni 2018 habe sich das Trio mit dem Verkäufer einer Spielekonsole auf dem Bolzplatz bei der Nordstadtschule verabredet. Das Geschäft sei aber nicht zustande gekommen. Mit dem Kommentar, die bereits auf dem Rücksitz des Autos liegende Konsole sei kaputt, habe sich das Trio ohne Bezahlung aus dem Staub machen wollen. Die unerwartet starke Gegenwehr des Verkäufers beantworteten die Angeklagten mit Faustschlägen. Mit heftig blutender Nase habe der Beraubte weiterhin versucht, seine Konsole aus dem Auto zu holen und wegzurennen. Auf dem Boden liegend, habe er Tritte ins Gesicht erhalten. Erst als zufällige Beobachter sich bemerkbar machten, habe das Trio von ihm abgelassen.

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