Trend zu Restaurant-Zeitfenstern: Tschüss Gemütlichkeit?
Panorama
Essen gehen und dann noch lange beisammensitzen: Oft ist das nicht mehr möglich. Mehr und mehr Restaurants vergeben zeitlich begrenzte Reservierungen. Ist das das Ende der deutschen Gemütlichkeit?
Im Rahmen einer Online-Reservierung in einem Restaurant wird auf die Stornierungsbedingungen hingewiesen. Demnach wird im Fall einer verspäteten Stornierung oder bei Nichterscheinen möglicherweise eine Gebühr von 48 Euro berechnet.
(Foto: Kathrin Deckart/dpa)
Berlin/München - Zeit ist Geld: "Wir haben Ihren Aufenthalt bei uns mit 1:30 Stunden eingeplant", steht in der freundlichen E-Mail-Bestätigung vom hippen Lokal "Frühstück 3000" in Berlin-Schöneberg. Die bislang kaum übliche Sitte der Reservierungszeitfenster greift jetzt auch in Deutschland, Österreich und der Schweiz um sich. Ging es einst beim Ausgehen hierzulande nicht vor allem darum, ohne Anmeldung ausgiebig zu essen, sich festzutrinken und mit unterschiedlichsten Leuten zu reden?
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