„le“ ist zu wenig
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Es gibt Vereine, die gegen das Verschwinden der Mundart rebellieren. Allerdings gibt es Flecken auf der Landkarte, da ist die Welt noch in Ordnung, da wird g’schwätzt, wie oim d’Gosch g’wachsa isch. Zum Beispiel im Maulbronner Stadtteil Schmie. Dort nennt der Volksmund einen Verbindungsweg zwischen Hauptstraße und Gottesacker „Friedhofwegle“. Weil der Weg erstmals im Sinne des Erschließungsbeitragsrechts (gruseliges Bürokratenhochdeutsch!) hergestellt wurde, stellt sich nun die Frage nach einem offiziellen Straßennamen. Weil es in Maulbronn schon einen Friedhofweg gibt, reicht ein „le“ hintendran zur Unterscheidbarkeit nicht aus. Sprachexperten der Verwaltung schlagen deshalb vor, das Friedhofwegle in ein Friedhofgässle zu verwandeln. Subbber! Mit dieser Lösung können vermutlich auch die Streiter von Schwäbische Mund.art e.V. leben.
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