Zwischen den Fronten zerrieben
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Theatertage: „Der Jude von Konstanz“
Pforzheim. Einen hinsichtlich des Themas „Fremdwahrnehmung“ passenden, in Bezug auf den Autor interessanten Beitrag steuerte das Theater Konstanz zu den 21. Baden-Württembergischen Theatertagen bei. Im Großen Haus des Theaters Pforzheim wurde „Der Jude von Konstanz“ von Wilhelm von Scholz gezeigt.
1874 wurde Wilhelm von Scholz in Berlin geboren. 1890 zog die Familie nach Konstanz um. Nach der Promotion war er von 1914 bis 1922 Dramaturg, zunächst am Hof-, dann am Landestheater in Stuttgart. Danach lebte er bis zu seinem Tod 1969 wieder in Konstanz. Er begann als Lyriker in der Nachfolge von Detlev von Liliencron, als Dramatiker ist er dem Neoklassizismus zuzurechnen. 1933 unterzeichnete er zusammen mit 87 anderen deutschen Schriftstellern ein „Treuebekenntnis“ zum Dritten Reich. Er schrieb Lobeshymnen auf Adolf Hitler, 1941 trat er der NSDAP bei. Drei Jahre später veröffentlichte er den kriegsverherrlichenden Aufruf „Das Gebot der Stunde Deutschlands“.
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