Zwischen Traum und Wirklichkeit
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Mozarts deutsches Singspiel „Die Entführung aus dem Serail“ feiert Premiere in Pforzheim
Schon ursprünglich gelingt „Die Entführung aus dem Serail“ im wörtlichen Sinn nicht. Vielmehr ist der glückliche Ausgang der Geschichte Bassa Selim zu verdanken. Die Aufführung von Mozarts deutschem Singspiel im Theater Pforzheim glückt allenfalls in musikalischer Hinsicht, nicht aber in optischer.
Abkühlung gefällig? Edward Lee (li.) als Pedrillo, Cornelius Burger (Mitte) als Osmin und Markus Francke als Belmonte. Foto: privat
Pforzheim. Es war die dritte „teutsche Oper“, die Mozart schrieb, und mit ihr beginnt die eigentliche Geschichte der deutschen Oper, wenn die Handlung selbst auch in der Türkei des 16. Jahrhunderts angesiedelt ist. Vorbild des „Türkenstücks“ im weiteren Sinn ist das ein Jahr zuvor erschienene Singspiel „Belmont und Constanze oder Die Verführung aus dem Serail“ von Christoph Friedrich Bretzner mit der Musik von Johann André. Unter dem Titel „Belmont und Constanze oder Die Entführung aus dem Serail“ ging die von Gottlieb Stephanie d. J. in der Personencharakterisierung vertiefte, von Wolfgang Amadeus Mozart kompositorisch auf eine musikalisch um viele Stufen höhere Ebene gebrachte Fassung des Singspiels am 12. Juni 1782 zum ersten Mal über die Bretter des Wiener K.-K.-National-Hoftheaters, des alten Burgtheaters. „Wollust und Grausamkeit, unsägliche Brutalität“ bescheinigten einige zeitgenössische Kritiker einst der Uraufführung dieses Werkes.
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