Zwischen Pistole und Ekstase
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Zwei „Tanz pur“-Uraufführungen: „The Good die young“ und „Omka – Undine taucht auf“ im Theater Pforzheim
„Tanz pur“ heißt eine neue Reihe im Theater Pforzheim, in der im Podium die „Vielfalt des zeitgenössischen Tanzes dokumentiert“ werden soll. Zum Auftakt gab es jetzt zwei Uraufführungen: „The Good die young“ von Darrel Toulon und „Omka – Undine taucht auf“ von Darie Cardyn.
Moderner Tanz im Podium des Theaters Pforzheim: Anastasia Shivrina, Edoardo Novelli, Giulia Cenni und Davide Guarino (v.li.). Foto: privat
Pforzheim. Wer unter „Tanz pur“ reinen abstrakten, lediglich mit einem Bewegungsvokabular auskommenden Tanz versteht, der wird bereits bei dem ersten Werk des Abends, dem rund 50 Minuten dauernden Tanzstück „The Good die young“, eines anderen belehrt. Denn dem seit 2015 freischaffenden, 51-jährigen Choreografen Darrel Toulon, der zuvor mehr als 14 Jahre lang Ballettdirektor der Grazer Oper war, geht es, wie schon der Titel sagt, darum, Geschichten zu erzählen. Erinnernd an den frühen Tod etwa von Marilyn Monroe, Jimi Hendrix und Michael Jackson, vertritt er die These, dass die Guten jung sterben. Doch nicht genug damit: Um das zu verdeutlichen, begnügt er sich nicht nur mit Tanz und Musik – in diesem Fall von Nine Inch Nails, Reinhard Ziegerhofer, The Doors, Nirvana, Amy Winehouse und Caliban –, sondern er setzt auch immer wieder die Sprache ein. So wird in diesem „Tanz pur“-Stück relativ viel, und zwar in englischer Sprache, geredet und das Publikum angesprochen.
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