Zwischen Hollywood und Knittelfeld
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Die Autorin Hera Lind erweist sich bei ihrem Auftritt in der Buchhandlung Elser als Unterhalterin, die das Singen nicht verlernt hat
„Da, da und da hinten sind die Notausgänge“, weist die berühmte Autorin in Stewardess-Manier den Weg. Doch die Flucht ergreift an diesem Donnerstagabend niemand vor Hera Lind, die aus der angekündigten Lesung bei Buch-Elser eine höchst amüsante One-Woman-Show macht – Gesangseinlage und Einblicke in die eigene Biografie inklusive.
Hera Lind sorgt für lachende Gesichter: Obwohl Mühlacker für die Autorin noch Neuland ist, trifft sie den Nerv ihrer – wie immer – überwiegend weiblichen Zuhörer.
Mühlacker. Knapp 100 Gäste mögen es sein, die auf die geistige Mutter von „Superweib“, „Zauberfrau“ und mittlerweile vielen weiteren Romanheldinnen warten, und sie sind im Gegensatz zur Lesung, die die frühere Talkshow- und „Herzblatt“-Moderatorin vor Jahren an Heiligabend in einem Salzburger Männerknast hielt, alle freiwillig und ohne Fesseln erschienen. Das gilt, wie Hera Lind erleichtert feststellt, auch für die üblichen fünf Prozent „Mitgebrachten“ männlichen Geschlechts, denen zuliebe sie ihre Hochhackigen angezogen hat. Das Schuhwerk verschwindet denn auch nicht hinter dem bereitgestellten Schreibtisch. Das Möbelstück wird vielmehr zur Sitzgelegenheit, die darauf drapierten aktuellen Werke aus Linds Feder zur puren Dekoration, denn eines wird der gut gelaunte Stargast an diesem Abend bestimmt nicht tun: lesen.
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