Zwischen Feingefühl und Brausen

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Der Organist Andreas Rothkopf bringt im Kloster die Königin der Instrumente zum Klingen

Maulbronn. Nachdem der Organist der Pariser Kathedrale Notre-Dame Olivier Latry am vergangenen Sonntag an der Maulbronner Grenzing-Orgel ein wahres Klangfeuer entfacht hatte, stimmte das Konzert von Andreas Rothkopf an Fronleichnam empfindsamere Töne an.

Andreas Rothkopf an der Orgel der Maulbronner Klosterkirche.

Andreas Rothkopf an der Orgel der Maulbronner Klosterkirche. Foto: Fotomoment

Der Abend wurde durch das Präludium und Fuge von Franz Liszt eingeleitet. Geheimnisvoll, fast mystisch, erklang die Orgel, an der sich Rothkopf musikalisch perlend fortbewegte und mit viel Gefühl und spielerischer Leichtigkeit das Werk darbot. Das ist umso kunstvoller, als es weniger formgetreu dem Präludium oder der Fuge folgt, als vielmehr eine Fantasie um das gut zu erkennende namensprägende Motiv B-A-C-H ist. Der Namenspatron zu Liszts Motiv, Johann Sebastian Bach, folgte mit der Choralbearbeitung über „Vater unser im Himmelreich“ BWV 682, das innig, ja fast flehentlich gelang. Trotz der frischen Tonart und des belebten Präludiums geriet die Fuge des BWV 541 etwas langatmig.

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