Zwischen Farbrausch und Regimekritik
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Die Kunstsammlung Heinrich in Maulbronn wartet mit einer neuen Hängung und zahlreichen noch nicht gezeigten Werken auf
Ein wenig klingt er, wenn er in die Welt seiner Kunstwerke einführt, wie ein stolzer Vater, der die Qualitäten seiner Kinder preist: An Superlativen spart der Maulbronner Manfred Heinrich wahrlich nicht, und wer seine Sammlung auf sich hat wirken lassen, wird jeden davon unterschreiben. Dazu, dass der Kreis der Begeisterten noch größer wird, soll nun die neue Hängung beitragen.
Manfred Heinrich mit Arbeiten von Walter Stöhrer. Das Bild „Empedokles“ markiert eine Initialzündung in seiner Sammlerkarriere.
Maulbronn. Große Kunst in jedem Sinn des Wortes ist es, die dem Betrachter ins Auge springt, kaum dass er die schwere Holztür des alten Gebäudes auf dem Schafhof hinter sich geschlossen hat. Das gilt für das räumliche Ausmaß der Werke, ebenso sehr aber auch für die Aussage, die den zumeist gegenständlichen, manchmal ob ihrer kompromisslosen Bildsprache verstörenden Gemälde innewohnt. Zeitgenössische Kunst hat der Bauunternehmer Manfred Heinrich gemeinsam mit seiner Frau Jutta in den vergangenen Jahrzehnten zusammengetragen, und sein Augenmerk liegt vor allen Dingen auf der Berliner Malerei der 1970er und 1980er Jahre. Einige Objekte und Skulpturen ergänzen die Schau. Moderne Kunst? Das sieht Manfred Heinrich differenzierter und zitiert mit Johannes Grützke einen der Schöpfer bei ihm gezeigter Werke: „Kunst ist nicht modern, sondern immer.“
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