Zwischen Betrieb und Familie

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Begegnungsmittag des Evangelischen Bauernwerks

Vaihingen-Horrheim (pm). Der Bezirksarbeitskreis Vaihingen/Mühlacker des Evangelischen Bauernwerks hat nach Horrheim zu einem Begegnungsnachmittag eingeladen. Im voll besetzten Saal des evangelischen Gemeindehauses sprach der Diplom-Agraringenieur Rolf Brauch vor rund 70 Besuchern – die meisten davon Bäuerinnen und Bauern aus der Region – über das Thema „Turbo im Betrieb – Kolbenfresser in der Familie“. Brauch ist Bildungsreferent im Bildungshaus Neckarelz und Regionalbeauftragter des Kirchlichen Dienstes auf dem Lande der Evangelischen Landeskirche Baden. In seinem Vortrag zeigte er auf, wie wichtig es ist für die Bauern in landwirtschaftlichen Familienbetrieben ist, eine sinnvolle Balance zwischen Ökonomie und familiären Beziehungen zu finden. „Wir leben in entsicherten Zeiten, vieles ist unberechenbarer geworden, deshalb müssen wir Hausaufgaben in beiden Bereichen machen – in Ökonomie und Lebensqualität“, so der Referent.

Brauch setzte sich kritisch mit dem vorherrschenden Denken „größer ist besser“, das viele Landwirte in die Arbeitsfalle führe, auseinander. „Sei erst besser, und werde dann größer“, sei die bessere Devise. Er ermutigte die Anwesenden, in die „Humusbildung“ zu investieren: Wertschätzung, Respekt, gelingende Kommunikation, Zeit für die Paarbeziehung. Denn „wo diese Humusbildung im zwischenmenschlichen Bereich fehlt, werden Betriebe auch ökonomisch scheitern“, so Brauch.

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