Zwei Meister und doch kein Meisterwerk
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Leonard Bernsteins Musical „Candide“ feiert Premiere am Theater Pforzheim
1956, ein Jahr vor seinem Welterfolg „West Side Story“, uraufgeführt, blieb Leonard Bernsteins „Candide“ in den vergangenen Jahrzehnten stets hinter diesem Musical zurück. Und daran wird sich auch in Zukunft, nach der Pforzheimer Erstaufführung, nichts ändern.
Danielle Rohr (Paquette; v.li.), Johannes Strauß (Candide), Chris Murray (Pangloss), Elisandra Melián (Cundégonde) und Paul Jadach (Maximilian). Foto: p
Pforzheim. Wie die Geschichte der „West Side Story“ von William Shakespeares Liebestragödie „Romeo and Juliet“ beeinflusst ist, so lieferte der 1759 anonym erschienene philosophische Roman „Candide ou l’optimisme“ den Stoff für „Candide“. Zunächst von seinem Autor als „trivialer Scherz“ verleugnet, wurde doch schließlich François-Marie Arouet, der sich Voltaire nannte, als Verfasser dieses doppelsinnigen und widersprüchlichen Werks erkannt. In ihm werden Utopien, Heilslehren und das Paradies auf Erden als gefährliche Illusionen entlarvt. Dagegen wird der Mut zur Arbeit – „Wir müssen unseren Garten bebauen“ – und zum Zupacken wenn nicht als Sinn des Lebens, so doch als eine Möglichkeit dargestellt, es mit Würde zu bestehen.
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