Zuletzt ein Griff nach den Sternen

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Spektakulärer Opernabend, der vor allem hörenswert ist: Wolf Widder inszeniert Richard Wagners „Lohengrin“ am Theater Pforzheim

Nach sieben Jahren als Operndirektor verabschiedet sich Wolf Widder mit einem Griff nach den Sternen vom Theater Pforzheim. Er inszeniert Richard Wagners „Lohengrin“.

Tiina-Maija Koskela als Elsa im weißen Brautkleid und Anna Agathonos als Ortrud überzeugen sowohl stimmlich als auch darstellerisch. Foto: privat

Tiina-Maija Koskela als Elsa im weißen Brautkleid und Anna Agathonos als Ortrud überzeugen sowohl stimmlich als auch darstellerisch. Foto: privat

Pforzheim. Widder nennt sein Konzept, das er mit der Ausstatterin Joanna Surowiec, einer Meisterschülerin von Karl Kneidl, erarbeitet hat, „Baustelle Demokratie“. Das erklärt vielleicht manches, aber nicht alles. Als „romantische Oper“ sah Wagner seinen Dreiakter, der 1850 am Hoftheater in Weimar, unter der Leitung von Franz Liszt, uraufgeführt wurde. Wenn er damals auch auf den Barrikaden kämpfte und sich für die Ziele der 1848-Bewegung einsetzte, so ist „Lohengrin“ doch keine sich um die Demokratie kümmernde Oper. Vielmehr ist sie im 10. Jahrhundert angesiedelt, spielt in Antwerpen und thematisiert Vergangenes. Sie ist ein „romantischer Traum“.

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