„Zuhören gehört zum Dialog“
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Mühlacker. Sonntagmorgen, 4.30 Uhr. Warum sollte ein Elfjähriger um diese Uhrzeit freiwillig in einen Bus steigen, auf jede Menge Schlaf und das übliche Freizeitprogramm verzichten, um als Teil einer bunt gemischten Reisegruppe einen Tagesausflug nach Freiburg zu unternehmen – halbstündiger Fußmarsch inklusive? Für Nicolas Pyrtek aus Mühlacker ist die Antwort klar: „Ich möchte den Papst ganz nah sehen.“ Der junge Ministrant der Herz-Jesu-Gemeinde hat sich deshalb gemeinsam mit seiner 21 Jahre alten Schwester und weiteren knapp 80 Christen, die zum großen Teil aus Mühlacker und Illingen kommen, einen Platz im vom Dekanat gecharterten Bus gesichert. „Seit Anfang Juli wurde die Fahrt beworben, und nach zögerlichem Beginn, als wir uns noch fragten, ob es überhaupt für einen Bus reicht, stieg die Nachfrage so stark an, dass wir zuletzt sogar eine Warteliste einrichten oder Interessenten an andere Veranstalter verweisen mussten“, berichtet Dekanatsreferent Christoph Knecht. Die jüngsten Teilnehmer seien um die zehn, die ältesten zwischen 70 und 80 Jahre alt. Die 15 Ministrantinnen und Ministranten in der Gruppe kämen in den Genuss eines Extraplatzes in der Nähe der Altarinsel.
Nicolas Pyrtek (re.), der zweitjüngste Teilnehmer, freut sich ebenso wie der zweitälteste Freiburg-Fahrer, Franz Stocker aus Illingen, auf den Papst.
Bis aber schließlich alle Gottesdienstteilnehmer spätestens um 9 Uhr ihre Plätze in vorgegebenen Planquadraten auf dem Flugplatzgelände eingenommen haben werden, haben nicht nur sie einen weiten Weg hinter sich gebracht, sondern im übertragenen Sinn auch die Organisatoren von der Geschäftsstelle des Dekanats. „Unsere Mitarbeiterin Theresia Oppold hatte vor allem mit den zunächst rigiden Sicherheitsvorschriften aus Freiburg zu tun“, blickt Christoph Knecht zurück. „So mussten von allen Teilnehmenden Geburtsdatum und Geburtsort erfragt werden. Später wurden diese Regelungen dann gelockert.“ Doch die Mühe lohne sich: „Eine Fahrt zu einem Papstbesuch ist natürlich etwas Einmaliges“, betont Knecht und ist sich darin einig mit Pfarramtssekretärin Alexandra Wundschuh, die sich gemeinsam mit ihren 17, 14 und zwölf Jahre alten Kindern nicht nur auf die Stimmung freut, sondern auch darauf gespannt ist, „was uns der Papst zu sagen hat“.
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