Zu wertvoll für den Restmüll
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Berufsschulen und ihre Partner sammeln ausgediente Handys – GSI garantiert ein fachgerechtes Recycling der wertvollen Rohstoffe
Eine gelbe Wertstofftonne steht seit gestern im Verbindungstrakt zwischen der Steinbeis- und der Kerschensteiner-Berufsschule. Gemeinsam haben die Abfallwirtschaft und die Gemeinnützige Service- und Integrationsgesellschaft (GSI) des Enzkreises ein Pilotprojekt zur Wiederverwertung von Wertstoffen aus ausrangierten Mobiltelefonen gestartet.
Die Rektoren Rainer Schork und Hans Wagner, Umweltdezernent Karl-Heinz Zeller, Ewald Buck vom Amt für Abfallwirtschaft, GSI-Geschäftsführer Gerd Schulz und Abfallberater Reinhard Schmelzer (v. li.) demonstrieren die fachgerechte Entsorgung ausgedienter Mobiltelefone.
Mühlacker/Enzkreis. Rund 70 Prozent der Deutschen besitzen ein Handy; inzwischen haben sich, nach Angaben der Hersteller, über 70 Millionen Altgeräte angesammelt. „Die Handys haben eine geringe Halbwertszeit“, stellte beim Ortstermin im Mühlacker Berufsschulzentrum der Umweltdezernent des Enzkreises, Karl-Heinz Zeller, fest. Dass die Geräte im Durchschnitt alle zwei Jahre ausgewechselt werden, liegt zum einen am technischen Fortschritt und zum anderen an den Angeboten der Netzbetreiber, die mit kostenlosen Handys locken. Jährlich landen Millionen Exemplare auf dem Müll, was die Umwelt massiv belastet. Außerdem enthalten die Geräte Edelmetalle wie Gold und Silber und anderes wertvolles Material wie Indium, Tantal, Lithium oder die sogenannten „seltenen Erden“. Für die 2012 weltweit verkauften 1,75 Milliarden Handys wurden 24,7 Tonnen Kupfer, 440 Tonnen Silber und 42 Tonnen Gold verbraucht.
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