Zeugen gegen das Vergessen

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Stadtrundgang beleuchtet die Geschichte der Gewerkschaften in Mühlacker, die von den Nazis jäh unterbrochen wurde

Ein ganz normales Haus, eine unspektakuläre Fassade, keine Sehenswürdigkeit, an der der Blick hängenbleibt. Und doch: Dass Gebäude wie das Haus Bahnhofstraße 51 steinerne Zeugen einer zu Unrecht fast vergessenen Geschichte sind, haben die Teilnehmer eines Stadtrundgangs gestern erfahren.

Ein Bild der Ausstellung zeigt das Gebäude an der Bahnhofstraße (re.), in dem bis zur Zerschlagung der Gewerkschaften durch die Nationalsozialisten der ADGB seinen Sitz hatte. Über 80 Jahre später ...

Ein Bild der Ausstellung zeigt das Gebäude an der Bahnhofstraße (re.), in dem bis zur Zerschlagung der Gewerkschaften durch die Nationalsozialisten der ADGB seinen Sitz hatte. Über 80 Jahre später ...

Mühlacker. Eben hier, an der Bahnhofstraße 51, geschieht an jenem 2. Mai 1933, was Schüler heute in den Geschichtsbüchern unter dem Stichwort „Gleichschaltung der Gewerkschaften“ nachlesen können. Es geschieht hier, vor Ort, nicht irgendwo: Ein Trupp von Nationalsozialisten besetzt unter der Führung des Kreisbetriebszellenleiters Heinrich Steiger aus Karlsruhe die Räume, die der Allgemeine Deutsche Gewerkschafts-Bund (ADGB) seit 1924 genutzt hat. Die Zimmer dienen in der Folge als SA-Lokal.

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