Zeugen entlasten angeklagten Notar
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Bezirksrevisorin soll falsche Schlussfolgerungen gezogen haben
Pforzheim. Vermutlich war auch der nunmehr vierte Verhandlungstag gegen einen freien Notar aus Pforzheim einer, der eher für als gegen den angeklagten 55-Jährigen sprach. Wie berichtet, wird er beschuldigt, in 1950 Fällen Gebühren zu hoch angesetzt und damit insgesamt rund 270000 Euro zu viel kassiert zu haben. Verhandelt wird der Fall vor der Auswärtigen Großen Strafkammer unter Vorsitz von Richter Andreas Heidrich. Am Montag widerlegte der Steuerberater des Notars mehrere Punkte, die den Angeklagten zur Last gelegt worden waren.
Zuvor war in den Prüfungsunterlagen einer Ermittlungsgruppe festgestellt worden, dass Rechnungen zweimal bezahlt worden seien. Tatsächlich aber handelte es sich, wie der Steuerberater darlegte, zwar um denselben Vorgang, jedoch um verschiedene Namen und verschiedene Summen unterschiedlicher Käufer und Verkäufer. Ein angeblicher „Autoneukauf“ erwies sich als zinsloses Darlehen des Angeklagten für seinen Schwager, der tatsächlich einen Neuwagen erstanden hatte. Der Notar selbst hatte ein älteres Auto gefahren, das häufige Reparaturkosten verursachte. Verteidiger Michael Schilpp hatte der Bezirksrevisorin am zweiten Tag der Verhandlung unterstellt, sie habe absichtlich falsche Schlüsse gezogen.
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