Zeugen berichten von einer Gewaltspirale
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Mann soll Frau geschlagen und Tochter in Todesangst versetzt haben
Maulbronn/Pforzheim. Schwere Vorwürfe macht die Staatsanwaltschaft einem Syrer, Vater von vier Kindern. Er soll am 29.März seiner Frau mit der Faust ins Gesicht geschlagen und sie anschließend im Kinderzimmer eingesperrt haben. Einen Tag später eskalierte der Konflikt weiter. Er soll der Frau gedroht haben, sie umzubringen, und außerdem seine Tochter (7) aus dem Fenster einer Asylbewerberunterkunft in Schmie gehalten haben. Das Kind erlebte Todesangst, bis die Nachbarn die Polizei alarmierten. In dieser Woche ging der Prozess gegen den 38-Jährigen vor dem Pforzheimer Schöffengericht in die zweite Runde. Angeklagt ist der Mann wegen Misshandlung Schutzbefohlener, Körperverletzung und Freiheitsberaubung. Er bestreitet die Vorwürfe. Die Aussagen von mehreren Zeugen sprechen allerdings eine andere Sprache. So berichtete unter anderem eine Sozialarbeiterin, dass die Ehe des Paars „konfliktreich“ gewesen sei. So konfliktreich, dass die Frau zwischenzeitlich die Flucht in ein Frauenhaus angetreten habe. Andere Zeugen gaben an, der Mann sei aufbrausend, und die Frau sei mit der Situation vollkommen überfordert und hege einen tiefen Groll gegen ihren Mann, der zurzeit in Untersuchungshaft sitzt. Dieser bezeichnet die Anschuldigungen als Lügen und Erfindungen. Seine Frau wolle ihn nur ins Gefängnis bringen.
Der Prozess wird am Dienstag, 26. November, fortgesetzt. Neben den Plädoyers ist dann auch mit einem Urteil zu rechnen.
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