„Zerstörung“ über Schönenberg
Archiv
Kunst erobert die Eppinger Linien: Den Wanderweg entlang der Verteidigungsanlage flankieren spannende Installationen
Rehe am Waldrand, Reben, Ruhe: Darauf sind Spaziergänger am Sauberg gefasst. Nicht aber, wie der Anruf eines erstaunten Lesers in dieser Woche belegt, auf Kunst. Eine neu aufgestellte Skulptur ist Teil eines großen Projekts des Naturparks Stromberg-Heuchelberg.
Großes Bild: Verbogene Ortsschilder und teils angekohlte Häuser symbolisieren die Zerstörung, die sechs Ortschaften in der Region im Zug der Schlacht bei Ötisheim traf. Bei Diefenbach zieht die Großplastik „Verhack“ die Blicke auf sich. Ebenfalls schon fertiggestellt (kleines Bild unten) ist die Installation „Bauernopfer“ am Waldrand zwischen Sulzfeld, Zaberfeld-Ochsenburg und Kürnbach.
Ötisheim/Enzkreis. Lienzingen, Bretten, Kieselbronn, Knittlingen, Ötisheim und Illingen sind mächtig demoliert, verbogen, teils am Boden. Das gilt jedenfalls für ihre Ortsschilder, die sich in einer an die Laokoon-Gruppe erinnernden Verzweiflung ineinander verkeilt haben und fragend in alle Richtungen ragen. Unvollständige oder verkohlte Häuser aus Eichenholz umrahmen das Szenario. „Zerstörung“ lautet dementsprechend der Titel der Installation, die in dieser Woche am Schönenberger Waldrand oberhalb der Naturschule Stromberg errichtet wurde und ihren Platz auf einem von einem Maulbronner Bürger gepachteten Grundstück gefunden hat. „Zerstörung“ steht freilich nicht für sich allein, sondern zählt zu einer Serie von neun Werken des Künstlers Hinrich Zürn, die dieser im Auftrag des Naturparks Stromberg-Heuchelberg gestaltet.
Wir freuen uns, dass Sie sich für
einen Artikel interessieren.
Jetzt registrieren und weiterlesen.
- ➔ Alle Webseiteninhalte
-
➔ Inklusive aller
Artikel
- ➔ Jederzeit kündbar
Sie sind bereits Abonnent? Hier einloggen