„Wut und Suff“ bringen Studenten ins Gefängnis
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30-Jähriger wegen Sachbeschädigung und Beleidigung verurteilt – Aufgrund von vielen Vorstrafen keine Bewährung
Maulbronn. „Wird der Student, der letzten Sommer volltrunken ein Auto in Mühlacker demoliert und danach noch die Besitzerin beleidigt hat, heute erscheinen?“ So hatte das Amtsgericht Maulbronn eine Verhandlung am Dienstag angekündigt, die schon am 6. Dezember hätte stattfinden sollen. Er sei umgezogen und habe die Ladung nicht erhalten, erklärte der Angeklagte, den Amtsgerichtsdirektor Dr. Bernd Lindner am Ende zu einer Freiheitsstrafe von sechs Wochen verurteilte. Und das, obwohl sich Staatsanwalt und Verteidiger einig waren: Beide forderten eine Bewährungsstrafe von fünf Monaten.
Rückblick: Am Abend des 21. Juni 2016 sei der 30-jährige Angeklagte, wie er vor Gericht schilderte, mit seiner Lebensgefährtin im Vereinsheim in Lienzingen zum Fußballschauen verabredet gewesen. Beide hätten einiges an Alkohol getrunken, als „ein Streit über alles mögliche“ zwischen ihnen ausgebrochen sei. „Also sind wir erst einmal getrennte Wege gegangen.“ Er habe sie „in ihrem Zustand“ – sie sei wütend und angetrunken gewesen – nicht alleine lassen wollen. Im Bereich der Neuwiesenstraße – mittlerweise war es kurz vor Mitternacht – habe er sie schließlich eingeholt, und dort hätten sie den Disput lautstark auf der Straße ausgetragen.
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