Woran starb der Brummi-Fahrer?
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Mord an der A8 wegen missglückter Frisur? Verteidiger zweifeln Todesursache an und verweisen auf Vorerkrankungen des Opfers.
Pforzheim/Karlsruhe (hom.) Ist der ukrainische Fernfahrer, den sein weißrussischer Kollege am Samstag, 4. April, auf dem Autobahnparkplatz Waisenrain bei Pforzheim wegen einer misslungenen Frisur niedergestochen haben soll, tatsächlich an diesem Stich gestorben? Wahlverteidiger Eduard Karabelnikov hegt daran erhebliche Zweifel. Daher hat er am gestrigen zweiten Verhandlungstag im Schwurgerichtssaal des Landgerichts Karlsruhe den Beweisantrag gestellt, die Krankenakten aus dem Helios Klinikum Pforzheim zum Prozess beizuziehen. Oberstaatsanwalt Harald Lustig entgegnete, dies könne die demnächst zu hörende Gutachterin in ihrer Aussage mit berücksichtigen.
Der Vorsitzende Richter Fernando Sanchez-Hermosilla wollte ebenfalls zuerst die Gutachterin hören, bevor die Kammer über den Beweisantrag befindet. Pflichtverteidiger Hannes Linke ergänzte daraufhin Karabelnikovs Antrag um die Forderung, ein Gutachten erstellen zu lassen, woran das Opfer wirklich gestorben ist. Karabelnikov hatte angeführt, dass der Gestorbene unter Vorerkrankungen gelitten habe und mit einer viel zu hohen Dosis Beruhigungsmittel behandelt worden sei. Er warf den Ärzten des Pforzheimer Klinikums schwere Behandlungsfehler vor.
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