Wolf-Interview löst Kritik aus
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Grüne reagieren nach Veröffentlichung im MT
Mühlacker (pm). Eine heftige Reaktion hat das Interview in unserer Samstagsausgabe ausgelöst, in dem sich Guido Wolf zu seiner Doppelrolle als Landtagspräsident und möglicher CDU-Spitzenkandidat geäußert hat. Dabei hatte Wolf betont: „Als Landtagspräsident bin ich kein politischer Eunuch“. Uli Sckerl, Geschäftsführer der Grünen-Fraktion, erklärte dazu am Wochenende: „Auch wenn sich der CDU-interne Wahlkampf zuspitzt, muss Wolf seinen Pflichten als Landtagspräsidenten nachkommen.“ Dass er sich in Wahlkreisangelegenheiten politisch äußere, sei doch gar kein Thema. „Wir erwarten von ihm kein politisches Eunuchentum.“ Aber seinen Umgang mit dem Ministerpräsidenten und anderen dürfe er nicht fortsetzen. Bei Wolf werde immer mehr deutlich, dass keine zwei Hüte auf seinen Kopf passen. „Ein Hut rutscht immer runter.“ In den vergangenen Wochen sei es der Hut des überparteilichen Landtagspräsidenten gewesen. Wolfs Forderung nach einem radikalen Umbau des Schulsystems, verbunden mit der Dauerkritik an der Bildungspolitik, zeige, dass er im Wahlkampf die Interessen des Landtags als Präsident nicht mehr vertreten könne. Schließlich habe die Mehrheit des Parlaments die Beschlüsse zur Reform des Bildungswesens gefasst. Wenn Wolf den Ministerpräsidenten als „blöd“ bezeichne und den Verkehrsminister verspotte, sei das „nicht souverän, sondern beleidigend“. „Solche Beleidigungen kannten wir im Umgang zwischen Verfassungsorganen bisher nicht“, so Sckerl.
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