Witwe erschüttert Aussagen des Mordangeklagten
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Indizienprozess um den Tod eines Schmuckhändlers: Sushi-Rätsel und weitere Risse in der Darstellung des vermeintlichen Täters
Pforzheim/Karlsruhe. Ein detailreiches Konstrukt der Geschichte um den Tod eines Pforzheimer Schmuckhändlers und dessen Charakter hat der 37-jährige Angeklagte, der unter anderem des Mordes beschuldigt wird, am Mittwoch vor dem Landgericht Karlsruhe skizziert (MT berichtete). Nachfragen des Schwurgerichts und von Oberstaatsanwalt Harald Lustig deckten einige Widersprüche seiner Darstellung auf, woraufhin der Angeklagte seine Aussagen anpassen musste. Am gestrigen Donnerstag bekam seine Geschichte weitere Risse. Er hatte dem Schmuckhändler unterstellt, sich aus Versehen selbst umgebracht zu haben, um ihn geschäftlich zu diskreditieren und sich einen Vorteil zu verschaffen.
„Das habe ich auch gehört. Das ist wohl ein Witz“, sagte die Ehefrau des toten Schmuckhändlers im Zeugenstand und erklärte, warum die Darstellungen des Angeklagten Schutzbehauptungen seien. Da ist zum einen die Geschichte um das Reinigungsmittel GBL mit der Wirkung von K.o.-Tropfen. „Mein Mann hat nie was mit GBL zu tun gehabt. Dass dieses Mittel zum Reinigen von Edelsteinen benutzt werden soll, hat mich auch überrascht“, erklärte die Witwe. Der Angeklagte hingegen hatte behauptet, das Opfer habe ihn überhaupt erst auf das GBL aufmerksam gemacht.
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