Wissen weitergeben hat oberste Priorität
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Diskussions- und Informationsabend am Krankenhaus Mühlacker macht deutlich, wie man den Menschen in Masasi helfen kann
Mühlacker. „Hakuna Matata!“ Dieser Spruch dürfte den meisten aus dem Dschungelbuch geläufig sein. Übersetzt aus der Bantusprache Swahili ins Deutsche bedeutet er so viel wie „Alles in Ordnung“. Doch das ist es in Tansania, wo Swahili gesprochen wird, auf gar keinen Fall. 60000 Malaria-Tote im Jahr, ein Krankenhaus, das für 300000 Menschen zuständig ist und in dessen OP-Saal statt Hand-Desinfektionsmittel normale Seife steht – daran soll sich etwas ändern, fordert Dr. Erhard Kirschbaum. Er was schon mehr als einmal in der Partnerregion des Enzkreises und möchte nun mit Kollegen einen Arbeitskreis gründen.
Im Rahmen eines Diskussionsabends am Krankenhaus übergeben Mitglieder des Lions Club Mühlacker und der Sinfonietta Mühlacker den Spendenscheck eines Benefizkonzerts. Foto: Deeg
Die „Medical People From Enzkreis For Masasi“ könnten dann in einem nächsten Schritt einen Fünf-Jahres-Plan erarbeiten, festlegen, wer wann vor Ort ist und welche Schulung durchführt. Denn das ist besonders wichtig, wie Dr. Kirschbaum bei einer Veranstaltung im Forum der Enzkreis-Kliniken in Mühlacker betont hat: Es geht nicht darum, nur Material nach Afrika zu bringen, sondern die Menschen vor Ort zu schulen, ihnen etwas beizubringen. „Was bringt der modernste OP, wenn man ihn nicht in Schuss halten kann?“, fragt er rhetorisch. Grundsätzlich gibt es unter den Anwesenden auch einige Interessenten, die sich vorstellen können, an einem solchen Arbeitskreis mitzuwirken. Demnächst soll eine konstituierende Sitzung stattfinden, und man möchte noch mehr Mitstreiter gewinnen.
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