„Wir stecken in einem Dilemma“

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Während die Coronazahlen weltweit ansteigen, liegen sie in Deutschland relativ niedrig. Im Interview äußert sich der Maulbronner Arzt Dr. Till Neugebauer unter anderem zur aktuellen Lage, zum Protest auf der Straße, zur Maskenfrage und zur Gefährlichkeit des Virus.

Als zu Beginn der Urlaubszeit von der Politik im Handstreich beschlossen wurde, dass sich Reiserückkehrer testen lassen müssen, warnten Sie vor eine Überforderung der Hausarztpraxen. Hat sich Ihre Befürchtung bewahrheitet?

„Wir stecken in einem Dilemma“

„Eine Stunde in so einem Ding ist kein Spaß“: Der Arzt Dr. Till Neugebauer erinnert daran, dass die Corona-Krise für das medizinische Personal eine enorme Zusatzbelastung darstellt. Nicht nur dann, wenn in schweißtreibender Schutzkleidung Abstriche gemacht werden müssen. Archivfoto: Disselhoff

Es war zu bewältigen, weil die kurzfristige Einrichtung von Testzentren, etwa an Flughäfen und Autobahnen, entlastend gewirkt hat. Wir haben dennoch mehr Abstriche gemacht als in der Corona-Hochphase im März und April. Dabei kam uns zugute, dass sich mit Blick auf das Prozedere bei den Tests inzwischen eine gewisse Routine entwickelt hat. Gleichwohl ist der bürokratische Aufwand, den die Arzthelferinnen in meiner Praxis mit den Tests haben, sehr hoch. Die Datenerfassung, die in jedem Einzelfall geleistet werden muss, ist eine enorme Belastung.

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