„Wir haben den Auftritt genossen“

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The Krusty Moors und Dicke Fische setzen in Zaisersweiher ganz unterschiedliche Akzente

Maulbronn-Zaisersweiher. Für gewöhnlich versteht man unter einem Konzert, den Auftritt einer Band vor einer größeren Menschenmenge. Was am Samstag in Zaisersweiher stattfand, entzieht sich dieser Definition – zumindest zum Teil. In der Turn- und Festhalle fand ein Doppelkonzert statt. Die irische Folk-Band The Krusty Moors und die Akustik-Band Dicke Fische traten vor rund 150 Besuchern auf. Der Clou dabei: Die Musikgruppen wechselten sich auf der Bühne ab. „Der Vorteil ist, während die eine Band spielt, kann sich die andere Band sammeln“, sagt Jürgen Ammann, Sänger der Band „Dicke Fische“ und auch Paul „Scruffy“ Burke von den Krusty Moors ist von dem Konzept angetan. Seine Band machte am Samstag den Anfang.

Sänger Paul Burke an der Gitarre und Oli Hofmann am Cajon in Aktion.

Sänger Paul Burke an der Gitarre und Oli Hofmann am Cajon in Aktion. Foto: Mummert

Das Publikum beginnt, bereits bei den ersten Takten des ersten Songs zu hüpfen und zu tanzen. Geiger Daniel Stöckel, mit dem elektrisierenden Spitznamen „Elektro-Daniel“, hält es nicht lange auf der Bühne. Immer wieder mischt er sich unter das Publikum, um die Besucher, sprichwörtlich direkt zu bespielen. Das kommt gut an und wird mit frenetischem Applaus bedacht. Obwohl The Krusty Moors eine irische Band sind, haben sie noch nie vor irischem Publikum gespielt. Die Krusty Moors gründeten sich vor elf Jahren in Deutschland, als Straßenmusiker Burke auswanderte, um mit seiner Musik mehr Geld zu verdienen. Seitdem sind die Krusty Moors in Zaisersweiher Dauergäste und treten regelmäßig beim Irish-Folk-Festival auf. Am Ende des Konzerts zeigte sich Sänger Burke mit dem Abend sehr zufrieden: „Wir haben den Auftritt wirklich genossen.“ Der Auftritt der zweiten Band beginnt verhaltener – das Publikum reagiert entsprechend auf die poppig-melancholischen Klänge von Dicke Fische. Zuschauer, die zuvor noch hüpfend durch die Turnhalle tanzten, finden nun Zeit, die Nachrichten auf ihrem Mobiltelefon zu überprüfen. Erst als die Band anfängt, ihre Eigenkompositionen zu spielen und zusammen mit Andi Brandt am Bongo südländisches Flair aufkommen lässt, finden die Besucher wieder Zeit und Lust zum Tanzen. „Wir würden gern mehr Konzerte spielen, auf denen wir nur eigene Sachen vortragen“, erklärt Sänger Jürgen Ammann. Und die Band tut gut daran, sich darauf zu konzentrieren, denn schnell wird an diesem Abend klar: „Dicke Fische“ sind immer dann am stärksten, wenn sie Eigenkompositionen spielen. Beispielsweise haben sie eine auf Maori, der indigenen Sprache Neuseelands, im Repertoire.

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