„Wintertöchter“ werden zum Filmstoff

Archiv

Für Autorin Mignon Kleinbek aus Ötisheim und ihre Verlagsleiterin Silke Boger aus Keltern wird ein Traum wahr.

Keltern/Ötisheim. Wie war das noch mit den sich selbst erfüllenden Prophezeiungen? Die gibt es offenbar. Doch auch wenn sie insgeheim davon geträumt hatten, waren die Ötisheimer Buchautorin Mignon Kleinbek und Verlagsleiterin Silke Boger vom Kelterner „pinguletta Verlag“ nach eigenem Bekunden völlig perplex, als klar war: Die Trilogie „Wintertöchter“, die in Buchform ein großer Erfolg mit mehreren Auflagen war, wird verfilmt. „Es kamen oft Rückmeldungen von Lesern, dass beim Lesen ein Film ablaufen würde“, erzählt Silke Boger. „Und wir haben immer ein bisschen rumphilosophiert, dass es doch toll wäre, wenn das tatsächlich mal verfilmt wird“, schildert sie den Wunschtraum, den sie mit Autorin Mignon Kleinbek teilte und der nun Wirklichkeit wird.

„Wintertöchter“ werden zum Filmstoff

Im Frühsommer, berichtet Silke Boger, sei der Anruf aus dem Haus „Tempest Film“ (München/Berlin) gekommen – erst von einer Mitarbeiterin, später dann von Geschäftsführer Helge Sasse, einst Vorstandschef der Senator Entertainment AG, die Filme wie „Der Vorleser“ und „King’s Speech!“ umsetzte, und der als Produzent bei der Hermann-Hesse-Literaturverfilmung „Narziss und Goldmund“ mitwirkte. Sich in einem Atemzug mit „großartiger Literaturverfilmung“ nennen zu können, das macht Silke Boger schon stolz, und Mignon Kleinbek (Jahrgang 1964) erst recht: „Ich weiß es noch genau: Als der Anruf im Sommer kam, war ich gerade am Baggersee. Ich musste mich erst mal auf die Liege legen“, erinnert sie sich. „Dass einem so etwas als Quereinsteiger passiert, das ist einfach unglaublich.“ Man zweifle, so Mignon Kleinbek, ja immer ein Stück weit an sich. Aber das sei nun eine „große Bestätigung, dass der Stoff was taugt“ und eine „Ehre“. Ein bisschen werde dadurch Druck aufgebaut, so die Autorin der „Wintertöchter“-Trilogie, die mit der Geburt der Protagonistin Anna Hohleitner 1940 in der rauen Bergwelt Österreichs beginnt, etwas ähnlich Fesselndes nachfolgen zu lassen. „Aber Schreibblockaden kenne ich zum Glück nicht“, so Kleinbek, die in zwei Jahren ihre Trilogie mit über 1000 Seiten vor allem nachts geschrieben hat.

Wir freuen uns, dass Sie sich für einen logo Artikel interessieren. Jetzt registrieren und weiterlesen.

  • Alle Webseiteninhalte
  • Inklusive aller logo Artikel
  • Jederzeit kündbar

Sie sind bereits Abonnent? Hier einloggen

Artikel empfehlen