Winden und Wenden um den Mühlehof
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Zum Thema Mühlehof:Da haben sich Stadträte festgelegt. Und Stadträte scheinen immer recht zu haben. Sie scheinen bereits zu wissen, was in das große Loch – nach dem Abriss – kommt. Ohne Zweifel ein florierendes Hotel, ein „Kaufland“, tolle Wohnungen und so weiter. Realität wird sein: Das „Loch“ wird über Jahre bestehen und das Kulturangebot auf ein Niveau von 1980 zurückgeführt. Über Jahre müssen Vereine auf den bereits schon arg gebeutelten Uhlandbau ausweichen. Kein einziger Stadtrat nimmt dazu Stellung, dass man es versäumt hat, in sein Eigentum, nämlich den kulturellen Teil, zu investieren. Dieses Versäumnis fließt ebenfalls in die Sanierungskosten ein und ist einzig und allein vom Stadtrat zu vertreten.Die wirklich dumme Argumentation der neuen Sicherheitsvorgaben eliminiert sich von selbst mit dem Vergleich zu den Schulen. Auch ein florierender Mühlehof müsste allen Sicherheitsvorschriften entsprechen, also nachgerüstet werden. Die Stellungnahme der Stadt, sehr diplomatisch formuliert, lässt außer Acht, dass bei einem Abriss einige Einnahmen verloren gehen. Nichts spricht gegen eine abschnittsweise Sanierung, die sich der Haushaltslage der Stadt anpassen kann. Läden zu subventionierten Preisen zu vermieten, ist besser als keine Einnahmen. Auch Staffelmieten sind möglich, die sich je nach Fortschritt der Sanierung anpassen.Der Manager für Stadtmarketing sollte beauftragt werden, welche Lücken im Angebot bestehen. Das Restaurant könnte durchaus wieder belebt werden, im Untergeschoss wäre Bowling möglich, wie auch eine Disco, um der Jugend gerecht zu werden. Es ist sicherlich nicht meine Aufgabe, hier weitere Vorschläge zu unterbreiten, doch Anregungen kann man ja geben. Jeansladen (Dürrmenz), Delikatessen, Haushaltswaren und so weiter sind Möglichkeiten, wie auch ein Schnellrestaurant. Der Widerspruch klingt mir schon im Ohr. Was aber soll einem Investor einfallen ?Für den Stadtrat ist es sicher die einfachste Lösung, nämlich die Wähler mit den Kosten einer Sanierung zu erschlagen und die Verantwortung auf einen noch zu findenden Investor abzuwälzen. Was für ein Schwachsinn, das Ruder aus der Hand zu geben, um in die nächste „Pleite“ zu rutschen.Heinz-Peter Hennig, Mühlacker
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