Wildschwein-Opfer verlieren Geduld

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Mühlacker-Enzberg. Den Grundstückseigentümern in Enzberg reißt der Geduldsfaden. Die Besitzer von Äckern und Wiesen auf den Höhen oberhalb des Stadtteils fühlen sich von den Jagdpächtern und von der Politik alleingelassen. Dabei hätten die Verwüstungen und Schäden, die regelmäßig von Wildschweinen auf Nahrungssuche angerichtet würden, „ein unerträgliches Maß erreicht“, wie Hans-Werner Herre als einer der Betroffenen klagt.

Ein Beleg für die Schäden, die Schwarzkittel auf Nahrungssuche anrichten können: Hans-Werner Herre hat die aktuellen Verwüstungen auf seiner Obstwiese im Bild festgehalten.

Ein Beleg für die Schäden, die Schwarzkittel auf Nahrungssuche anrichten können: Hans-Werner Herre hat die aktuellen Verwüstungen auf seiner Obstwiese im Bild festgehalten.

Wie berichtet, sind die Streifzüge der Schwarzkittel, die Wochenendgrundstücke und Wiesen „umgraben“, zu einem Dauerärgernis geworden; nicht nur, aber auch zwischen Enzberg und Sengach, wo die Grundstücke offenbar zu den bevorzugten Aufenthaltsorten ganzer Rotten gehören. Das Problem habe in diesem Winter ein „nie dagewesenes Ausmaß“ angenommen, berichtet Herre, der oberhalb des Naturfreundehauses zwei Obstwiesen mit insgesamt 25 Ar bewirtschaftet. Oder genauer: Noch eine Obstwiese, denn die andere hat massiv unter den tierischen Besuchern gelitten. „Es sind nicht allein die materiellen Schäden zu beklagen, die Grundstücke verlieren durch die Verwüstungen an Wert. Viel mehr sind es die ökologischen Schäden, die Grasnarbe ist großflächig zerstört, tiefe Gräben machen eine Bearbeitung der Flächen mit einem herkömmlichen Rasenmäher unmöglich“, fasst der 74-Jährige zusammen.

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