Wiederentdecktes Oratorium
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Maulbronn (pm). Dass Carl Heinrich Graun (1703 bis 1759), der in der Musikwelt als Komponist des Passionsoratoriums „Der Tod Jesu“ bekannt ist, auch ein Weihnachtsoratorium komponiert hat, war bis zum Ende des letzten Jahrhunderts noch völlig unbekannt. Die Kantorei Maulbronn hat dieses Werk im Jahr 2002 bereits in einer süddeutschen Erstaufführung der Öffentlichkeit wieder bekannt gemacht. Nun ist es an der Zeit, dieses Werk in das weihnachtliche Repertoire zu übernehmen. Der Text basiert zum Teil auf dem Weihnachtsevangelium, besteht aber überwiegend aus frei gedichteten Betrachtungen, Dialogen und Meditationen über das Weihnachtsthema. Die Komposition ist von großem Schwung und von üppiger Festlichkeit geprägt und steht in ihrer feierlichen Wirkung dem Bach’schen Weihnachtsoratorium kaum nach. Graun bedient sich einer großen Orchesterbesetzung mit drei Trompeten, Pauken, zwei Hörnern, zwei Flöten, zwei Oboen, zwei Fagotten und komplettem Streichorchester inklusive Viola pomposa. Die Arien sind für die Sänger zum Teil von großer Schwierigkeit. Insgesamt ist dieses Werk laut Pressemitteilung „eine echte, bedeutende Neuentdeckung, die das Spektrum der weihnachtlichen Kirchenmusik um eine lohnende und anspruchsvolle Facette erweitert“.
Die Aufführung dieses Werkes findet am Sonntag, 18. Dezember, um 18 Uhr in der Katholischen Kirche St. Bernhard in Maulbronn statt. Ausführende sind die Sopranistin Annemei Blessing-Leyhausen, die Altistin Jolanta Michalska-Taliaferro, der Tenor Johannes Strauß und der Bariton Thomas Pfeiffer. Es singt die Kantorei Maulbronn, es spielen das Bach-Orchester Pforzheim und das Trompetenensemble Michael Werner unter der Leitung von Kirchenmusikdirektor Professor Jürgen Budday.
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