Wer nachdenkt, kommt zu spät

Archiv

Leibssle zu Gast beim Kleinkunstabend des MGV Ötisheim

Ötisheim. Abgenutzter brauner Cordhut und zerknitterter Anzug, so betrat der Kabarettist Eckhard Grauer alias Leibssle am Freitag die Bühne in der voll besetzten Ötisheimer Kelter. Mit der philosophischen Aussage „Man muss vordenken, wer nachdenkt, kommt zu spät“, stieg er in sein Programm ein. Es folgten über zwei Stunden mit mundartgerechten Geschichten voll schwäbischem Humor. Mit seinem Programm „Freilich! Im Gegenteil sogar!“ präsentierte der bekannte Kultschwabe authentisches Mundartkabarett. Die etwa 170 Gäste, die der Einladung des Männergesangvereins (MGV) Ötisheim zu einem Kleinkunstabend gefolgt waren, wurden großartig unterhalten.

Wer nachdenkt, kommt zu spät

Eckhard Grauer alias Leibssle. Foto: Müller

Leibssle philosophierte über Gott und die Welt. Er meinte zur Abschaffung des Bargeldes: „Dann müssen wir eben mit Muscheln bezahlen.“ Über die Nordic-Walking-Anhänger lästert er: „Treffen sich immer auf dem Friedhofsparkplatz, bewaffnen sich mit zwei Stecken und kürzen ständig den Weg ab.“ Der Mundartkabarettist meckerte über seine Schwägerin: „Ist blöder als zehn Meter Feldweg.“ Auch sein Rivale und Nachbar Zeeb bekam sein Fett weg, denn „er hat unsere kaputte Kuckucksuhr vom Sperrmüll entwendet“. Zum autonomen Fahren meinte er: „Es ist vorbei mit dem Schimpfen auf die Daimler-Fahrer, weil die dann nicht mehr selber lenken, sondern auf der Rückbank sitzen und ihre Klopapiermütze häkeln.“

Wir freuen uns, dass Sie sich für einen logo Artikel interessieren. Jetzt registrieren und weiterlesen.

  • Alle Webseiteninhalte
  • Inklusive aller logo Artikel
  • Jederzeit kündbar

Sie sind bereits Abonnent? Hier einloggen

Artikel empfehlen