Wenn der Waldkauz ruft

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Der Vogel des Jahres 2017 ist auch in der Region zu Hause

Enzkreis/Pforzheim. Sonntagabends, wenn im Tatort ein einsamer Mann durch die Nacht eilt und von irgendwo her ein dumpfes Huuu-hu-huuu ertönt, wissen die Zuschauer: Jetzt wird es gefährlich. Und tatsächlich ist es, wenn der Waldkauz ruft, bis zum nächsten Mord meist nicht mehr weit. Zumindest im Fernsehen. Jetzt haben der NABU und sein bayerischer Partner, der Landesbund für Vogelschutz (LBV), ausgerechnet diesen „Verkünder kommender Tragödien“ stellvertretend für seine Familie, die Eulenvögel, zum „Vogel des Jahres 2017“ ernannt. Der etwa 40 Zentimeter große Waldkauz ist die häufigste Eulenart in Deutschland, und er lebt nicht nur im Wald. Auch mitten in der Stadt ist er manchmal zu Hause.

Wenn der Waldkauz ruft

In sich gekehrter Waldkauz. Foto: Lechner

Auch in Pforzheim, in Mühlacker oder in Leonberg wird der Krimifan daher demnächst bei einem nächtlichen Spaziergang vielleicht wieder das unheimliche Huuu-huu-huuu zu hören bekommen. Waldkäuze bewohnen nämlich große Baumhöhlen in Wäldern, Parks und auf Friedhöfen, und bald beginnt wieder ihre Paarungszeit. Bereits in der zweiten Winterhälfte werben die Tiere mit ihren charakteristischen Silben um Partner. Sorgen muss sich im realen Leben also niemand machen, wenn unheimliche Rufe durch die Nacht tönen. Kommende Tragödien verkündet das düstere Huuu-huu-huu lediglich für Mäuse, Ratten, kleine Vögel und all die anderen, die auf der Waldkauz-Speisekarte stehen.

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