Wenn bei Geflüchteten die Psyche verrückt spielt

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Gesundheitskonferenz im Landratsamt beschäftigt sich mit der Situation von Asylsuchenden in der Region

Pforzheim/Enzkreis. Die Unterbringung ist bewältigt – jetzt geht es um die Psyche: Die fünfte Gesundheitskonferenz im Landratsamt hat sich dem Thema „Gesundheit von Geflüchteten“ gewidmet und ist auf starke Resonanz gestoßen.

Wenn bei Geflüchteten die Psyche verrückt spielt

Islamisierung und Islam: Auch dieses Thema wird bei der fünften Gesundheitskonferenz von der Integrationsbeauftragten Regina Ehrismann (li.) vor über 100 Teilnehmern angeschnitten. Foto: Roth

Die Workshops platzten aus allen Nähten, über 100 Köpfe „rauchten“ im Großen Sitzungssaal des Landratsamtes: Der Gesprächs- und Informationsbedarf von ehrenamtlichen Helfern und Menschen, die sich beruflich mit dem Thema beschäftigen, ist offenbar sehr hoch. Bei der Konferenz wurde vor allem die psychische Situation der geflüchteten Menschen in den Fokus gerückt. Dabei ging es aber auch um eine ganz andere Komponente, die Pforzheims Sozialbürgermeisterin Monika Müller und auch der Erste Landesbeamte Wolfgang Herz ansprachen. Sie seien sich dessen bewusst, dass in Teilen der Bevölkerung der Eindruck herrsche, dass Geflüchtete etwas leichter bekommen könnten als der Rest der Bevölkerung. Fakt sei aber, dass man sich der gesundheitlichen Probleme der Geflüchteten annehmen muss. Die Belastungen, die erst mit der Zeit sichtbar werden, um die müsse man sich jetzt kümmern. Dazu gehörten die Gefühle der Abhängigkeit, untätiges Warten, Angst um die Familien in der Heimat, Perspektivlosigkeit oder Suizidgedanken wegen drohender Abschiebung.

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