Wenn Züge zum Tatort werden

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Bundespolizei registriert in der Region seit September 2015 insgesamt 22 Straftaten – Vor allem Bahnpersonal leidet unter Übergriffen

Immer wieder kommt es in Zügen zu Beleidigungen, Nötigungen oder Körperverletzungen. Auch in der Region sorgten entsprechende Vorfälle in jüngster Zeit für Schlagzeilen. Die Zahl der angezeigten Straftaten bewegt sich laut Polizei jedoch auf einem niedrigen Niveau.

Wenn Züge zum Tatort werden

Bahnfahren ist nach Angaben der Bundespolizei in der Region relativ sicher. Doch manchmal werden Bahnreisende und vor allem das Zugpersonal zu Opfern von Gewalt und Beleidigungen. Archivfoto: Huber

Enzkreis/Pforzheim. In der nüchternen Statistik der Polizei spielen individuelle Schicksale keine Rolle. Wenn Fahrgäste zu Opfern oder Zeugen von Gewalt werden, hat das jedoch erhebliche Folgen. Das zeigte sich etwa bei einer Gerichtsverhandlung in Pforzheim, über die unsere Zeitung berichtete. Zwei algerische Asylbewerber hatten im Nachtexpress von Stuttgart nach Karlsruhe gleich mehrere Reisende bedroht und brutal attackiert. Die Täter traten und schlugen auf ihre Opfer ein. Die Männer wurden zu empfindlichen Haftstrafen verurteilt. Amtsgerichtsdirektor Oliver Weik war mit den Angeklagten hart ins Gericht gegangen. „Sie haben es in einer Fahrtzeit von nicht einmal einer Stunde geschafft, das Leben vieler Menschen entscheidend zu verändern“, erklärte er und verwies dabei auf eine Zeugin, die nach dem Vorfall im Nachtexpress mehrere Jobs abgelehnt hatte, weil sie mit der Bahn zu ihrem Arbeitsplatz hätte pendeln müssen.

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