Wenn Eichen weichen
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Die Fällung eines imposanten Baums beim Golfplatz am Karlshäuser Hof stößt bei Naturschützer Döppenschmitt auf Unverständnis
Gerd Döppenschmitt ist empört: Dass beim Golfplatz des Golfclub Pforzheim eine alte, stattliche Eiche gefällt worden ist, stößt dem Naturschützer sauer auf. Die Verantwortlichen machen indes Sicherheitsbedenken geltend.
Gerd Döppenschmitt an jenem Ort, an dem bis vor wenigen Tagen die imposante Eiche – die Baumscheibe misst 73 Zentimeter – stand.
Ölbronn-Dürrn. Den Morgen des 10. Februar wird Gerd Döppenschmitt aus Dürrn nicht so schnell vergessen. Vom Golfplatz, der nahe an seinem Wohnhaus liegt, drangen Geräusche an sein Ohr, die ihn schon Übles befürchten ließen, und tatsächlich stellte er wenig später fest, dass die Eiche, die im Waldgebiet Laile an der nordöstlichen Grenze des Platzes das Bild geprägt hatte, der Säge zum Opfer gefallen war. „Diese wertvolle Soloeiche war sicher über 100 Jahre alt und hätte noch lang weiterleben können“, ist Gerd Döppenschmitt überzeugt, der von einer unökologischen Vorgehensweise spricht. Sein Unmut richtet sich gegen die Clubverantwortlichen, die die Fällaktion veranlasst und sich vom Förster grünes Licht geholt hätten. Offenbar sei die Gefahr, dass Golfer von herabfallenden Ästen getroffen werden könnten, als Argument ins Feld geführt worden. „Das ist nur ein Vorwand“, meint Döppenschmitt, der dem Golfclub seit 1990 angehört, regelmäßig spielt und mit der Seniorenmannschaft trainiert.
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