Wenn Bild, Ton und Computer ein „Date“ haben
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Die Künstler Jörg Koch, Harald Kröner und Mark Lorenz Kysela bieten im Kunstverein in der Ausstellung „rausch´n“ eine Performance
Pforzheim. Man muss ja nicht alles verstehen. Einer fummelt an den Knöpfen eines alten Radios herum und scheint (fast) nur Störsender zu empfangen, der andere wiederum wischt ab und zu auf eine Leinwand starrend mit seinen Fingern über den Touchscreen eines Laptops, und der Dritte im Bunde tupft Farbe auf ein auf dem Tisch liegendes Papier. Ab und zu benutzt er auch einen Föhn. Dann wird es ganz schrill. Das mag das Papier gar nicht, und die Zuschauer werden am Mittwochabend in der Galerie des Kunstvereins zum Hof Zeuge, wie sich Unwillen in Staketen Bahn brechen kann, die sich durch eine im Raum schwebende Fläche bohren.
Sie mischen ein eigenartiges Seh- und Hörerlebnis zusammen: die Künstler Mark Lorenz Kysela, Jörg Koch und Harald Kröner bei ihrer viel beachteten Performance im Kunstverein.Foto: Roth
Man dürfe sich während der Performance „rausch’n“ zur Ausstellung auch bewegen, heißt es. Macht aber kaum einer, und wenn doch, dann eher nach draußen. Die erzeugten Töne reichen manchmal dem Tinnitus akustisch die Hand. Und die grafischen Flächen, die durch die Interaktion entstehen, wirken teilweise skurril bis unheimlich. „Von ganz nah, das ist mir zu viel“, sagt eine Zuschauerin, die sich an den Eingang zurückzieht.
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